Biblische Betrachtungen,  Glaube

Himmel und Hölle

Heute wird’s wieder mal ernst, lieber Leser. Ich denke, dass viele Leute glauben, dass es einen Himmel gibt und dass sie irgendwann einmal dort ankommen werden. Ich persönlich habe mir als Jugendlicher nicht viele Gedanken gemacht über ein Leben nach dem Tod. Erst als junger Erwachsener, nachdem ich durch starke innere Not gegangen war, habe ich mich Gott zugewandt. Wer sich ihm zuwenden will, muss glauben, dass es ihn gibt. Mit der Zuwendung zu ihm hin kam auch die Erkenntnis von Gut und Böse. Doch wie verhält sich das mit dem Himmel?

Man könnte denken, dass alle Guten in den Himmel kommen und alle Bösen in die Hölle. Doch wer sind diese? Wohl fällt jedem eine Person ein, die wohl die Hölle verdient hätte. Und vielleicht findet man auch jemand, der so gut wäre, dass er gewiss in den Himmel kommt.

Doch wie sieht es wirklich aus? Wenn wir nach unseren Massstäben richten, kommen die einen vielleicht in den Himmel, die anderen nicht. Was gilt aber schlussendlich, wer bestimmt darüber?

Die Bibel lehrt klar, dass Gottes Massstäbe gelten, wie sie z.B. in den 10 Geboten wiedergegeben werden. Oder wie Jesus es lehrte: Liebe Gott von ganzem Herzen und deinen Nächsten wie dich selbst. Mal ganz ehrlich: Hat es da nicht bei jedem von uns schon einmal gemangelt? Ich denke, schon. Nun, das zeigt, dass Gott bei uns etwas finden kann, dass er zu bemängeln hat. Da er derart heilig ist, und der Himmel ein Ort ist, in dem keine Sünde, nichts Böses Platz hat, kann er uns so nicht in den Himmel lassen. Was braucht es also dann?

Durch gute Werke können wir zwar Gott erfreuen, aber sie reichen nicht aus, um das Schlechte in unserem Leben wieder gut zu machen. Deshalb hat Gott selbst eine Lösung geschaffen für dieses Problem: Er hat seinen eigenen Sohn, Jesus Christus, gesandt, um die Strafe für die Vergehen auf sich zu nehmen, also die Trennung zwischen der Heiligkeit Gottes und uns fehlbaren Menschen aufzuheben.

In der heutigen humanistisch-geprägten Zeit ist es nicht mehr so «in» mit Begriffen wie Sünde, Strafe oder gar Hölle umzugehen. Gott wird sicher ein Auge zudrücken. Oder derart streng kann er doch gar nicht sein. Er ist zwar der liebende Gott, aber auch der gerechte. Und seine Massstäbe sind sehr hoch.

Doch will er uns auch nicht überfordern; weshalb er eine Lösung für die Trennung von Gott und dem Menschen geschaffen hat, die jeder annehmen kann, ohne eine Leistung dafür erbringen zu müssen. Der Eintritt in den Himmel ist also kostenlos. Man muss aber eingestehen, dass man ohne das Opfer Jesus keine Chance hätte, da hineinzukommen. Durch sein Opfer am Kreuz ist es jedem möglich, Gott zu gefallen und freien Zugang zu ihm zu haben.

Deshalb möchte ich jeden ermutigen, sich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen. Keiner weiss, wieviel Zeit ihm noch zur Verfügung steht, um sich auf Jesus Christus einzulassen. Und die Herrlichkeit, die dadurch jedem offen steht, ist derart gewaltig, dass es sich gewiss lohnt, sich ein paar unangenehme Fragen zu stellen und etwas Demut vor Gott zu zeigen.